Ein Team möchte KI ausprobieren. HR sucht einen gemeinsamen Einstieg. Ein Fachbereich hat bereits eine konkrete Aufgabe im Blick. Alle drei suchen möglicherweise nach einem KI-Workshop für Unternehmen. Sie brauchen jedoch unterschiedliche Formate.
Ein passender Workshop beginnt deshalb mit einer klaren Entscheidung: Was soll eure Gruppe nach dem Termin selbstständig tun können? Daraus ergeben sich Inhalte, Übungen, Dauer und Vorbereitung. Dieser Leitfaden hilft dir, den Auftrag zu klären und Angebote sinnvoll zu vergleichen.
Welches Ziel soll euer KI-Workshop erreichen?
Für die Planung hilft es, vier mögliche Aufgaben auseinanderzuhalten:
- Orientierung aufbauen: Die Gruppe versteht Möglichkeiten und Grenzen generativer KI und erkennt erste Anknüpfungspunkte für ihre Arbeit.
- Anwendung üben: Mitarbeitende bearbeiten eigene Aufgaben mit einem freigegebenen Werkzeug und prüfen die Ergebnisse.
- Anwendungsfälle auswählen: Ein Team entscheidet, welche Aufgaben es mit KI erproben möchte und wer den nächsten Schritt übernimmt.
- Eine Arbeitsweise vereinbaren: Die Gruppe entwickelt ein gemeinsames Vorgehen mit Vorlagen, Qualitätskriterien und Zuständigkeiten.
Ein Ziel wie „KI kennenlernen“ lässt vieles offen. Konkreter ist: „Unsere Assistenz soll aus geeigneten Besprechungsnotizen einen prüfbaren Entwurf für das Follow-up erstellen können.“ So lässt sich beurteilen, ob der Workshop die passende Aufgabe erfüllt.
Für welche Zielgruppe planst du den Workshop?
Ähnliche Aufgaben erleichtern gemeinsame Übungen. Ein Vertriebsteam kann an der Vorbereitung von Kundengesprächen arbeiten. Eine Assistenzgruppe braucht andere Beispiele als Führungskräfte, die den KI-Einsatz in ihrem Bereich gestalten.
Kläre vorab, wer teilnimmt, welche Erfahrungen vorhanden sind und welche Arbeitssituationen die Gruppe verbindet. Für eine gemeinsame Orientierung können unterschiedliche Rollen sinnvoll sein. Für eine intensive Anwendung braucht jede Person eine geeignete Aufgabe und ausreichend Zeit zum Ausprobieren.
Wenn du einen systematischen Kompetenzaufbau für mehrere Rollen planst, hilft dir der Beitrag KI-Schulung für Mitarbeitende: Inhalte, Praxis und Lerntransfer.
Was muss vor dem Termin geklärt sein?
Die wichtigste Vorbereitung liegt in der Arbeitsumgebung. Teilnehmende sollten sich anmelden können und wissen, welche Informationen sie verwenden dürfen. Diese Fragen gehören in das Vorgespräch:
- Welches KI-Werkzeug ist freigegeben und für alle verfügbar?
- Welche Funktionen können in der vorhandenen Umgebung genutzt werden?
- Welche Beispiele und Unterlagen eignen sich für die Übungen?
- Welche Regeln gelten für Daten, Vertraulichkeit und Ergebnisprüfung?
- Wer beantwortet fachliche oder technische Rückfragen?
- Was soll anschließend in der Arbeit erprobt werden?
Wenn eigene Unterlagen noch nicht verwendet werden dürfen, lassen sich passende Übungsfälle vorbereiten. Sie sollten die Aufgabe realistisch abbilden. Eine verständliche KI-Richtlinie gibt der Anwendung den nötigen Rahmen.
Wie kann ein praxisnaher KI-Workshop ablaufen?
Ein mögliches Format für eine Gruppe mit ersten KI-Erfahrungen umfasst zwei Arbeitseinheiten à 120 Minuten. Die genaue Dauer ergibt sich aus Ziel, Gruppengröße und Aufgaben. Das folgende Beispiel zeigt die Arbeitslogik; es ist keine feste Agenda für jeden Workshop.
- Aufgabe und Ergebnis klären: Die Gruppe beschreibt eine wiederkehrende Arbeitssituation und legt fest, woran ein brauchbares Ergebnis erkennbar ist.
- Ein Vorgehen gemeinsam erproben: An einem vorbereiteten Fall werden Auftrag, geeignete Informationen und Prüfschritte sichtbar.
- Selbst an einer Aufgabe arbeiten: Die Teilnehmenden formulieren einen Auftrag, prüfen die Antwort und überarbeiten ihr Vorgehen.
- Erfahrungen vergleichen: Die Gruppe bespricht, welche Angaben geholfen haben, wo Fehler entstanden sind und wann die Anwendung ungeeignet ist.
- Den nächsten Einsatz festlegen: Jede Person hält eine Aufgabe, eine Vorlage und einen konkreten Anwendungsschritt fest.
Geht es zunächst um die Auswahl geeigneter Aufgaben, braucht der Workshop eine andere Dramaturgie. Das Vorgehen beschreibt der Artikel KI-Use-Cases finden und priorisieren.
Was sollte am Ende vorliegen?
Die Ergebnisse müssen zum Auftrag passen. Nach einem Anwendungsworkshop können das ein erprobtes Promptgerüst, eine Prüfliste und ein geplanter Praxistest sein. Nach einem Use-Case-Workshop sind eine begründete Auswahl und die Zuständigkeit für den Pilot wichtiger.
Eine lange Ideenliste ist schwer weiterzuverwenden. Halte deshalb fest: Welche Aufgabe wird bearbeitet? Welche Informationen braucht die KI? Wer prüft das Ergebnis? Welche Grenzen gelten? Wann wird das Vorgehen erneut ausprobiert?
Ein Beispiel: Besprechungen besser nachbereiten
Ein Assistenzteam möchte die Nachbereitung interner Besprechungen vereinfachen. Im Workshop arbeitet die Gruppe mit geeigneten Beispielnotizen. Die KI soll Entscheidungen, Aufgaben und offene Fragen strukturieren.
Beim Prüfen zeigt sich, dass eine Aussage als Entscheidung interpretiert wurde, obwohl sie nur ein Vorschlag war. Die Gruppe ergänzt den Auftrag: Unsichere Zuordnungen sollen markiert werden; fehlende Verantwortliche bleiben offen. Anschließend vergleicht sie die Ausgabe mit den Notizen.
Als Ergebnis entstehen eine nutzbare Vorlage, klare Prüfschritte und ein vereinbarter Praxistest. Ob das Vorgehen tatsächlich Zeit spart und vollständigere Nachbereitungen ermöglicht, wird an den nächsten geeigneten Besprechungen geprüft.
Live online oder vor Ort?
Für die Arbeit mit digitalen Werkzeugen kann ein Live-Online-Workshop gut passen. Alle arbeiten an ihrem eigenen Rechner, Aufträge und Ergebnisse lassen sich gemeinsam betrachten, und Termine können mit Praxisphasen verbunden werden.
Ein Präsenzformat kann sinnvoll sein, wenn die gemeinsame Prozessarbeit, schwierige Abstimmungen oder das Kennenlernen im Vordergrund stehen. Entscheidend sind Aufgabe und Arbeitsbedingungen. Mehr zur Online-Gestaltung findest du im Beitrag Live-Online-Training aus dem HUMMEL Studio.
Wie vergleichst du Angebote?
Vergleiche den Gesamtumfang: Vorgespräch, Vorbereitung, Durchführung, Materialien und Nachbegleitung. Ein kurzer Impuls erfüllt einen anderen Auftrag als ein Workshop mit individuellen Übungen und anschließendem Review.
Ein passendes Angebot benennt Zielgruppe, Lernziel, Voraussetzungen und Ergebnisse. Frage außerdem, wie viel Zeit die Teilnehmenden selbst arbeiten, wie ihre Aufgaben einbezogen werden und wie fachliche Prüfung geübt wird. Wenn Microsoft Copilot euer Werkzeug ist, vertieft der Artikel Copilot-Schulung für Unternehmen die Anforderungen an das Training.
Wie geht es nach dem Workshop weiter?
Ein einzelner Workshop kann einen begrenzten Auftrag erfüllen. Soll eine Arbeitsroutine entstehen, brauchen die Teilnehmenden Gelegenheit zur Anwendung und einen Termin zur Auswertung. Dafür eignen sich ein kurzer Folgeworkshop, eine Sprechstunde oder eine begleitete Praxisphase. Der Beitrag Lerntransfer sicherstellen beschreibt, wie du diese Verbindung planst.
Bei HUMMEL klären wir zuerst euer Ziel und den Lernbedarf. Die Übersicht der KI-Workshops hilft euch, einen passenden Einstieg zu finden. Wenn mehrere Teams und Rollen über längere Zeit begleitet werden sollen, bietet KI-Enablement den Rahmen für einen gemeinsamen Lernweg.
Du planst einen KI-Workshop für dein Unternehmen? Bring Zielgruppe, eine typische Aufgabe und eure vorhandenen Werkzeuge ins Erstgespräch mit. Gemeinsam klären wir, welches Format dazu passt.
Den passenden HUMMEL Workshop auswählen
Für Prompting und Ergebnisprüfung eignet sich KI sicher anwenden. Wenn gemeinsame Absprachen im Vordergrund stehen, passt der Teamworkshop Zusammenarbeit mit KI. Der Workshop-Finder ordnet alle acht Formate nach euren Erfahrungen und Zielen ein.

